(ZWISCHENSTAND)
Mögliche Zusammenfassung:
Generative KI ersetzt den Schaffens- und Lernprozess durch schnelle Ergebnisse. Kompetenz, Kunst und persönliche Entwicklung entstehen aber durch Mühe, Scheitern und Zeit – etwas, das KI den Menschen nimmt und sie unselbstständiger macht.
1. Kritik an der „Knopfdruck-Kunst“ (Der Abo-Künstler)
Ergebnis vs. Prozess: KI ermöglicht es, ohne Mühe als Künstler zu gelten. Ideen sind wertlos; der Wert liegt in der Umsetzung, die Zeit, Geduld und „Narben“ erfordert.
Verlust der Tiefe: Wer KI für den Schaffensprozess nutzt, verliert das Verständnis für das Werk. Man wird zum „Abo-Künstler“ für 10€ im Monat, ohne echtes Können.
Qualität: KI-Ergebnisse sind oft durchschnittlich und haben einen einheitlichen „Look“. Kreativität bricht Regeln, KI reproduziert statistische Mittelwerte.
2. Lernen als transformative Erfahrung
Lernen verändert unser mentales Weltmodell und damit, wer wir sind. Es ist mehr als nur Datenspeicherung.
KI wird als Werkzeug zur Denkunterstützung (wie ein Taschenrechner) dargestellt, nicht als Ersatz für menschliches Denken.
Wer den Lernprozess durch KI überspringt, verliert die Chance, echtes Expertenwissen und Intuition aufzubauen.
3. Das Automatisierungsparadox & Wirtschaftliche Aspekte
Das aktuelle System will persönliche Entwicklungsprozesse „abschleifen“, um Wissen transferierbar und Arbeitskraft billiger/austauschbarer zu machen (Taylorismus). https://de.wikipedia.org/wiki/Taylorismus
Je mehr automatisiert wird, desto wichtiger wird menschliches Expertenwissen zur Fehlerbehebung. Ohne Lernprozess gibt es aber bald keine Experten mehr, die das System verstehen oder Fehler korrigieren können.
KI könnte den kreativen „Content“ erstellen, während menschliche Experten nur noch (schlecht bezahlt) für die Nachbearbeitung eingesetzt werden (z.B. Hollywood-Autorenstreik).
4. KI ist Statistik, keine Intelligenz
KI-Systeme berechnen statistische Wahrscheinlichkeiten, sie verstehen die Welt nicht. Menschliches Lernen ist ein sozialer, langsamer Prozess, der sich stark vom „Lernen“ einer Maschine unterscheidet. KI dient nicht als Ersatz für menschliches Denken und soziale Interaktion. In Bereichen wie Sozialhilfe oder persönlicher Kommunikation haben Menschen ein Recht auf menschliche Interaktion. Die Gesellschaft muss lernen, KI sinnvoll einzusetzen, ähnlich wie beim Umgang mit Smartphones.